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10.12.2009 | Tradition neu belebt
Rund 80 landwirtschaftliche Berater zog es Anfang Dezember ins NORDMILCH-Werk nach Zeven zur Beratertagung der NORDMILCH und der Norlac. Dank der guten Resonanz wurde mit der Veranstaltung die Tradition neu belebt, mit Fachberatern der Landwirtschaft aktuelle Trends und Themen zu diskutieren. Als Referenten waren neben dem Vorstandsvor-sitzenden der NORDMILCH AG, Dr. Josef Schwaiger, mit Dr. Peter Sanftleben und Dr. Hans-Jürgen Kunz zwei Spezialisten für das Thema Kälberaufzucht geladen. Milchmarkt ist heute Weltmarkt. Das machte Dr. Josef Schwaiger in seinem Vortrag deutlich. Und besonders vor diesem Hintergrund habe Deutschlands Molkereistruktur im europäischen Vergleich enormen Nachholbedarf. Der Vorstandsvorsitzende der NORDMILCH AG führte weiter aus: „Gerade einmal 32 Prozent ist der kumulierte Anteil an der nationalen Milchverarbeitung von den drei größten Molkereien NORDMILCH, Humana und Müller zusammen. In Irland, den Niederlanden, Norwegen oder Dänemark und Schweden haben wir einen Konzentrationsgrad von 74 bis 99 Prozent der top drei Unternehmen.“ Eine Antwort der NORDMILCH darauf ist der Vertriebszusammenschluss mit Humana zur Nord-Contor Milch GmbH. „In diese Richtung müssen wir weiter denken, und Nord-Contor ist für weitere Partner offen“, so Dr. Schwaiger. „Zahlreiche Studien belegen: Kälber können Eiweiß aus pflanzlichen Quellen nicht gut verwerten“, war das Fazit von Dr. Peter Sanftleben von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern, der in seinem Vortrag analysierte, welche Eiweißquellen für die Aufzucht vitaler Tränkekälber sinnvoll sind. Dr. Hans-Jürgen Kunz, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, ergänzte: „Gerade in den ersten Lebenswochen nimmt ein Kalb deutlich mehr zu, wenn ein Milchaustauscher mit hohem Magermilchpulveranteil getränkt wird. Das führt später zu einer höheren Milchleistung.“ Eine gesunde Ernährung vom ersten Tag an zahlt sich also später aus. So wählte Dr. Kunz auch in der abschließenden Diskussion klare Worte: „Wenn es nach mir ginge, dann gehörte überhaupt kein Milchaustauscher mit pflanzlichen Proteinen in den Stall.“ |
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Bildunterschrift: „Marktstärke wird in liberalen Märkten immer wichtiger“, so Dr. Schwaiger, Vorstandsvorsitzender der NORDMILCH AG. Dr. Sanftleben(jpg, 2.598 x 1.931, 405 KByte) weiter
Bildunterschrift: „Die richtigen Eiweißträger sind für die erfolgreiche Kälberaufzucht entscheidend“, verdeutlicht Dr. Sanftleben, Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Dr. Kunz(jpg, 2.314 x 2.126, 569 KByte) weiter
Bildunterschrift: „Milchaustauscher mit pflanzlichen Proteinquellen sind für die ersten Wochen der Aufzucht nicht zu empfehlen“, führt Dr. Kunz, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein aus.
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